Zeitraum in Jahren

Der Gemeindeausschuß beschließt die Gründung eines Armenfondes. Neben milden Beiträgen und frommen Vermächtnissen sollen Alimentegelder und Strafgelder den Fond stützen. Zum Verwalter dieses Fondes wird Michael Spielthenner bestellt.

Das Heiratsansuchen des Simon Ponz wird abgewiesen, weil er kein Vermögen besitzt, und die Gemeinde kein Vertrauen in ihn besitzt.

Auf Anordnung der Bez. Hauptmannschaft ist die Schule bis auf weiteres geschlossen zu halten und auch den Kindern aus Häusern, wo derartige Kranke sich befinden, der Kirchenbesuch zu verbieten. Nach dem Erlöschen der Krankheit müssen Wäsche, Kleider, Möbel und Krankenzimmer desinfiziert werden. Der Gemeindearzt muß diese Maßnahmen überwachen.

Der Gemeindevorstand genehmigt eine Gehaltsaufbesserung um 10 fl. per Jahr und 18 fl. zur Beschaffung der "Ausrüstung".

Der Gemeindevorstand genehmigt der Hebamme Margret Eppensteiner 60 K pro Jahr und im Falle der Dienstunfähigkeit 40 K bis an ihr Lebensende zu zahlen.

Die Gemeinde überläßt dem Arzt Dr. Totter den 1. Stock des alten Schulhauses bezw. Mesnerhaus als Dienstwohnung.

Der Gemeindeausschuß genehmigt für die Pflege der Schwester Therese Frau Maria Geißler, verh. Sauerwein einen Betrag von 30 Kronen für ein Jahr.

Der Gemeindeausschuß beschließt, die Kinder der Familie Pfeifer in Dienst- oder Pflegeplätzen in Ellmau unterzubringen und die Mutter nach Ellmau kommen zu lassen. Als Vormund wird Peter Köck namhaft gemacht.

Der Gemeindeausschuß beschließt, dem Hilfsverein vom Roten Kreuz mit einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von 25 Kronen beizutreten und in Anbetracht des Kriegsausbruches mit Serbien und Rußland für 1914 den Betrag auf 100 Kronen zu erhöhen.

Der Gemeindeausschuß spricht sich für die Bildung eines Sanitätssprengels für die Gemeinden Söll, Scheffau und Ellmau mit dem Sitz des Sprengelarztes in Blaiken aus.